TOGO
Das nur 56.785 km² große Togo gehört zu den kleinsten und am dichtesten besiedelten Staaten Westafrikas. Es liegt zwischen Ghana im Westen, Benin im Osten und Burkina Faso im Norden. Laut Bericht über die menschliche Entwicklung des Jahres 2010 nimmt es den 139. Platz von 169 bewerteten Ländern ein und gehört damit zu den Ländern mit "niedriger menschlicher Entwicklung".
Der Arbeitskreis Mosambik des Eine-Welt-Haus Jena e.V. hat seine Aktivitäten seit 2008 auf Togo ausgeweitet.
Unsere Kontakte nach Togo begannen mit einem jungen Arzt, der von 2005 bis 2008 an der medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena die klinischen Semester absolvierte.
In diesem afrikanischen Land unterstützen wir Projekte in zwei Dörfern.

Gesundheitsprojekt Kolowaré
Das Gesundheitswesen in Togo ist im ganzen Land veraltet und genügt selbst minimalen Ansprüchen kaum. Je größer die Entfernung von der Hauptstadt, desto dramatischer ist die Versorgungssituation. In den Dörfern gibt es praktisch keine medizinische Versorgung. Darunter leiden besonders ältere Menschen und Kinder, die wegen chronischer Krankheiten eine regelmäßige Betreuung brauchen. Viele Kinder und Säuglinge sind unterernährt.
Im Dorf Kolowaré (Zentralregion) gibt es ein Gesundheitszentrum mit einer allgemeinmedizinischen Ambulanz, einer Entbindungsstation und einem Behandlungszentrum für unterernährte Kinder. Viele dieser Kinder haben ihre Eltern an Aids verloren und leben als Waisen bei Verwandten oder Nachbarn in kleinen Dörfern verstreut ("Centre de santé de Koloware").
Alle Kinder sind HIV-positiv oder am Aids erkrankt. Zur medizinischen Betreuung werden sie in regelmäßigen Abständen ins Zentrum gebracht.
Wir haben unsere Unterstützung für 28 Kinder im Jahr 2011 begonnen. Die Zahl der bedürftigen Kinder nimmt ständig zu. Seit 2016 sind es 37 Kinder, das jüngste ist fünf Monate alt. Mit unserer finanziellen Unterstützung kann Schwester Antonietta für die Ernährung und regelmäßige Versorgung mit Arzneimitteln sorgen. Seit 2013 finanzieren wir auch die Schulmaterialien für diese Kinder.
Im Jahr benötigen wir dafür ca. 4.000 €.
2025
„Wer gütig zu anderen ist, wird gesegnet sein, denn er hat sein Brot mit den Armen geteilt“ (Sprüche 22,9). Mit diesem Vers aus dem Buch der Sprüche möchten die Verantwortlichen im Gesundheitsprojektes in Kolowaré ihre Dankbarkeit für die Finanzierung des Projekts zugunsten der schutzbedürftigen Kinder des CMS NDA von Kolowaré zum Ausdruck bringen. Dank der Liebe und Hilfe, die sie diesen Kindern entgegenbringen, und dank ihrer Finanzierung konnten wir die Aktivitäten mit den Kindern durchführen, über die wir im Rückblick auf 2025 ausführlich berichten möchten:
Psychosoziale Aktivitäten
Die psychosozialen Aktivitäten umfassen psychologische Beratungen, Besuche und manchmal auch häusliche Pflege, um die Einhaltung der Therapie zu unterstützen, die Leitung von Gesprächs- und Spielgruppen, Clubs zur Einhaltung der Therapie, schulische Begleitung und die Begleitung von Kindern in der Berufsausbildung.
Während der Aktivitäten zeigen wir den Kindern, wie wichtig eine gute Gesundheit ist, wenn man sich an die Behandlung hält. Diese Aktivität findet manchmal unter Berücksichtigung der Anreise der Kinder und Begleitpersonen statt, einschließlich Verpflegung und Verteilung von Lebensmittelpaketen und Kakis für die Schulkleidung. Dank dieser verschiedenen Aktivitäten haben 71 von 80 Kindern ihre Viruslast erreicht und 61 ihre Viruslast unterdrückt.
Fotos: Therapeutische Beobachtungssitzungen mit den Kindern und Begleitpersonen (Erziehungsberechtigten) sowie Spielzeiten (4), Verpflegung nach den Aktivitäten (3)
Medizinische Versorgung und Verteilung von Lebensmittelpaketen und Schuluniformen
Die Konsultationen finden in der Regel im Zentrum mit dem Personal statt. Bei diesen Konsultationen werden die OEV hinsichtlich der Kosten für medizinische und gynäkologische Konsultationen, Analysen und den Kauf von Medikamenten unterstützt, und diejenigen, die eine Behandlung in spezialisierteren Einrichtungen benötigen, werden dorthin überwiesen. Von 71 Kindern nahmen 50 an Konsultationen teil (28 allgemeine Konsultationen und 22 gynäkologische Konsultationen). Die klinische und biologische Nachsorge wurde bei den Kindern hinsichtlich Viruslast, CD4, NFS usw. durchgeführt.

Um den Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen, die Erziehungsberechtigten zu unterstützen und ihnen eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung zu bieten, wurden 75 Lebensmittelpakete mit Reis, Öl, Sardinen, Spaghetti und Makkaroni an alle verteilt, insbesondere an die OEV-Kinder. Die Freude war in den Gesichtern zu sehen, und den Wohltätern wurde mit Dank und Gebeten gedankt.
Fotos: Bei allgemeinen und gynäkologischen Konsultationen (2) und Verteilung von Lebensmittelpaketen und Kakis (Schuluniformen), 4 Fotos
Einige Schwierigkeiten, die bei den verschiedenen Aktivitäten mit den OEV auftraten, wie z. B.:
⁃ Vergessen von Terminen zur Erneuerung der Behandlungen
⁃ Schlechte Einhaltung der Behandlung
⁃ Große Entfernung der Wohnorte der Kinder vom Zentrum und schlechter Zustand der Straßen
- Mangelnde finanzielle Mittel, um sich eine hochwertige Versorgung leisten zu können, insbesondere wenn es sich um eine Überweisung handelt.
Finanzbilanz
- Saldo für das Jahr 2024 = 4800 CFA (7,31 Euro)
- Eine-Welt-Haus Jena e.V. spendete 1 950 000 CFA (2972,76 Euro)
- Ausgaben: 1 948 300 CFA (2.970,16 Euro)
- Saldo für das Jahr 2025: 6500 CFA (9,90 Euro)
2024
Das Anliegen dieses Projektes ist es, Kindern, die an Aids erkrankt sind und unter damit verbundenen Folgeerkrankungen leiden und in ihrem täglichen Leben stark beeinträchtigt sind, eine angemessene Betreuung zu geben. Die meisten von ihnen sind Waisen. Sie leben bei Verwandten in abgelegenen Dörfern und sind in der Mehrzahl unterernährt.
In einem Brief schildert die Projektverantwortliche in Kolowaré, Schwester Claire Quedraogo, den Fortgang des Projektes im Jahr 2024:
„Sehr geehrte Brüder und Schwestern, Partner und Freunde des Sozialmedizinischen Zentrums von Kolowaré!
Im Namen der Kinder und all der bedürftigen Menschen, für die wir gemeinsam Verantwortung tragen, möchte ich meine Dankbarkeit ausdrücken. Im Bewusstsein der Wirtschafts-, Finanz-, Sicherheits- und Gesundheitskrisen, die die Welt in letzter Zeit erlebt, haben Sie wieder einmal Ihr Herz sprechen lassen, um diesen Waisen und schutzbedürftigen Kindern Freude und Hoffnung zu bringen. Ihre finanzielle Unterstützung hat es uns ermöglicht, eine Reihe von Aktivitäten mit den Kindern und für sie durchzuführen:
Medizinische Betreuung
Die Konsultationen finden normalerweise im Zentrum mit dem Personal statt. Bei diesen Konsultationen werden die Kinder in Bezug auf die Kosten für die Konsultation, den Kauf von Medikamenten und den Krankenhausaufenthalt unterstützt. In diesem Jahr wurde eine HNO-Sprechstunde für Kleinkinder organisiert sowie bestimmte Untersuchungen (Viruslast, CD4-Zahlen, Harnstoff, Blutzucker und Kreatinin sowie das Blutbild) veranlasst, um eine klinische und biologische Nachsorge zu ermöglichen.
Ernährung
Die Kinder erhielten Nahrungsmittelhilfe in Form von Lebensmittelpaketen In diesem Jahr wurden 50 Pakete an 50 Kinder aus unserer aktiven Warteschlange verteilt. Die Kits bestanden aus Reis, Spaghetti, Öl, Tomaten, Sardinen, Peak-Milch und einer therapeutischen, besonders energiereichen, Fertignahrung.
Bildung
Die Kinder erhielten auch Schulmaterial und bunte Stoffe, damit sie sich für die Weihnachtsfeiertage schön kleiden können und Freude haben.
2023
Im Jahr 2023 wurden acht Treffen im Gesundheitszentrum organisiert. Psychologen unterstützen und beraten die Jugendlichen in speziellen Fragen der Lebensführung, die sich durch die Krankheit ergeben. Darüber hinaus wurden Hausbesuche zur Beratung der Angehörigen bezüglich der Wichtigkeit von Therapietreue und speziellen Verhaltensweisen durchgeführt. Durch diese Maßnahmen konnte die Zahl der Kinder, bei denen keine Viruslast mehr nachweisbar war, erhöht werden.
- Medizinische und ernährungswissenschaftliche Betreuung
Die medizinische Betreuung findet in der Regel im Zentrum statt. Bei diesen Konsultationen werden die Kosten für die Beratung, die Analyse der AIDS-relevanten Parameter, den Kauf von Medikamenten und ggf. den Krankenhausaufenthalt übernommen.In diesem Jahr wurde für alle Kinder eine ambulante Stomatologie-Sprechstunde organisiert.
Wie in jedem Jahr, bekamen die Kinder Pakete mit Nahrungsmitteln wie Spaghetti, Öl, Sardinen, Maismehl, Tomatenmark und Trockenmilch als Unterstützung für eine gesündere Ernährung. Außerdem bekam jeder Stoff, um sich Kleidung zu nähen.
- Bildung und Ausbildung
90% der Kinder sind im schulpflichtigen Alter und besuchen die Schule. Wir helfen mit Schulmaterial, so wie Schulgeld und Miete für die bedürftigsten. Je zwei junge Männer studieren an den Universitäten in Kará. Ihnen konnten wir Handy und Laptop kaufen.
Unsere Ausgaben:
für gesundheitliche Betreuung (390 €), für Nahrungsmittel (1900 €}, Stoff (240 €), für Handy, Laptop (480 €) und für Verschiedenes (z.B. Transport, Kommunikation 30 €).
2022
Im Gesundheitszentrum Kolowaré wurden 2022 ca. 75 Kinder betreut. Das Projekt hat zwei Schwerpunkte:
Psychosoziale Betreuung
Die Infektion mit HIV erfordert auch in symptomfreien Zeiten eine kontinuierliche Einnahme der Medikamente und besondere Verhaltensweisen im täglichen Leben. Das ist nicht nur für die Kinder und Jugendlichen schwierig zu verstehen, - häufig fehlt auch den Angehörigen die nötige Einsicht. Daher wird psychologische Beratung individuell und in Gesprächsgruppen durchgeführt. Dazu fanden vierteljährlich Treffen im Gesundheitszentrum in Kolowaré statt. Das allgemeine Ziel dieser Treffen bestand darin, das Vertrauensverhältnis zwischen Pflegekräften und Kindern zu stärken, den Gesundheitszustand zu beurteilen und die Therapie, wenn nötig, einzuleiten. Ein wichtiges Anliegen ist es aber auch, den Kindern Freude durch Spiel und gutes Essen zu bereiten. Bei der Durchführung der Treffen halfen erneut Jugendliche aus dem Ort.
Darüber hinaus wurden Hausbesuche zur Beratung der Angehörigen bezüglich der Wichtigkeit von Therapietreue und speziellen Verhaltensweisen durchgeführt. Durch diese Maßnahmen konnte die Zahl der Kinder, bei denen keine Viruslast mehr nachweisbar war, auf 55 von 74 Kindern erhöht werden.
Der Schulbesuch der Kinder sowie die Berufsausbildung der Jugendlichen wurden ebenfalls von uns durch Finanzierung des Schulmaterials unterstützt.
Medizinische und ernährungswissenschaftliche Betreuung
Die Betreuung wird im Gesundheitszentrum durch medizinisches Fachpersonal durchgeführt. Die Kosten für Konsultationen, Analysen (z.B. Bestimmung der Viruslast, CD4-Werte, Harnstoff und Kreatinin, Blutbild), den Kauf von Medikamenten und den Krankenhausaufenthalt wurden den Kindern erstattet. Diejenigen, die weitere fachärztliche Behandlung benötigten, wurden in größere Einrichtungen überwiesen.
Für gesundheitliche Betreuung (480 €), Nahrungsmittel (2.720 €}, Schulmaterial (1.720 €) und Verschiedenes (z.B. Transport, Kommunikation 343 €) wurden insgesamt 5.263 € verbraucht. Es verbleibt ein Rest von 70 € auf dem Konto.
2020 - DIE COVID-19 PANDEMIE IN TOGO
Im Jahr 2020 wurden in unserem Projekt 82 Kinder im Alter von 1,5 bis 19 Jahren betreut. Alle Kinder sind HIV-positiv getestet und müssen kontinuierlich überwacht sowie medikamentös behandelt werden. Dazu kommt, dass sie in großer Armut und oft in schwer zugänglichen Dörfern leben, viele von ihnen sind unterernährt. Wegen des Reiseverbots und auch der Angst vor der Pandemie kommen die Menschen aus den Dörfern nicht ins Gesundheitszentrum. Wir konnten die Kinder daher nur zweimal zu einem Treffen in die Einrichtung holen.
Das größte Problem war der Mangel an spezifischen Medikamenten: Das Gesundheitswesen in Togo ist von ausländischen Importen abhängig. Wegen der Schließung der Luft- und Landgrenzen war keinerlei Import möglich. Eine Unterbrechung der kontinuierlichen Behandlung hat dramatische Folgen.
Mir Ihren Spenden unterstützen wir die medizinische Betreuung und die Versorgung der Kinder mit Nahrungsmitteln. Die Versorgung der Kinder mit Schulmaterial liegt uns besonders am Herzen.
Der erste Krankheitsfall in Covid-19 wurde im Februar 2020 in Lomé registriert. Am 16. Juli sind 680 Fälle bestätigt, 447 genesene Patienten und 15 Todesfälle registriert. Das Virus breitete sich nach und nach über das gesamte Land aus. Angesichts dieser Situation verhängte die Regierung eine Ausgangssperre von 19 Uhr am Abend bis morgen 5 Uhr im gesamten Staatsgebiet mit Schließung aller Gotteshäuser, Schulen und dem Verbot jeder Versammlung von mehr als 15 Personen. Darüber hinaus wurde ein generelles Reiseverbot verhängt.
In dieser Situation können wir die gewohnten Aktivitäten im Rahmen unseres Projektes nicht durchführen. Wegen des Reiseverbots und auch der Angst vor der Pandemie kommen die Menschen aus den umliegenden Dörfern nicht ins Zentrum.
Unsere Kinder sind durch die HIV-Infektion, immungeschwächt und daher gegenüber einer Ansteckung mit dem Covid-19 Virus besonders gefährdet.
Neben dem Schutz vor Infektionen steht aber bei unseren Kindern die Überwachung und Behandlung der HIV-Infektion und die Unterstützung mit Nahrungsmitteln zur allgemeinen Stärkung ihres Gesundheitszustandes. - Wir hoffen sehr, dass wir unsere Aktivitäten innerhalb des Projektes im Juli wieder aufnehmen können!
Das größte Problem ist der Mangel an spezifischen Medikamenten. (ARVs). Bei der Versorgung mit diesen Medikamenten ist das Gesundheitswesen in Togo von ausländischen Importen abhängig. Wegen der Schließung der Luft- und Landgrenzen ist keinerlei Import möglich. Eine Unterbrechung der kontinuierlichen Behandlung hat dramatische Folgen.
2019
Im Jahr 2019 wurden in unserem Projekt 62 Kinder im Alter von 6 Monaten bis 19 Jahren betreut. Von ihnen sind 15 Waisen und leben in Pflegefamilien. Alle Kinder wurden als HIV-positiv getestet und müssen mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Die Dringlichkeit einer kontinuierlichen Einnahme der Medikamente ist den Eltern sehr schwer zu vermitteln, da die Kinder „gesund“ erscheinen. Ebenso ist es für die heranwachsenden Jugendlichen schwer zu akzeptieren, dass sie Träger eines ansteckenden Krankheitserregers sind, was einschneidende Konsequenzen für ihr Sexualleben hat.
Die Kinder und Eltern wurden vierteljährlich für eine Woche gemeinsamer Ferien ins Zentrum eingeladen. Es gab neben der medizinischen Betreuung viel Freude, gutes Essen und Tanz. Darüber hinaus haben 58 Kinder, darunter 32 Mädchen, Schulmaterial bekommen.
Zum Abschluss jeder Ferienwoche bekamen die Kinder je einen Sack gefüllt mit Reis, Sardinen, Öl, Tomatenmark, Spaghetti, Milchpulver, Zucker, Zahnpasta und Seife. Froh schreibt Schwester Etta:
„Wir haben alle Kinder zum Lächeln gebracht!“
2018
Schwester Antonietta schreibt: "In der Betreuung unterernährter Kinder konnten wir zu unserer Freude Kinder begleiten, die wieder zu Kräften und Gesundheit gefunden haben und so wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren konnten.
Besondere Aufmerksamkeit schenken wir Kindern, die Träger des Aids-Virus sind (derzeit 53). Ihre Lage ist oft tragisch. Wenn wir sie ausfindig machen, treffen wir sie als Kinder an HIV erkrankter Eltern an, aber oft sind sie Waisen. Wir möchten die Kinder nicht nur medizinisch versorgen, sondern sie sollen das erleben, was gesunde Kinder auch erleben. Deshalb bringen wir die Kinder drei Mal pro Jahr für ca. zehn Tage ins Zentrum. Während dieser Camps veranstalteten wir neben der gesundheitlichen Betreuung (ärztliche Untersuchungen, Analysen der Krankheitsparameter, Treffen mit dem Psychologen) auch Spiele, Tanz, Animationen … aber auch schulische Nachholkurse. Jean Marie (einer unserer Krankenpfleger), Chantal (psychosoziale Mediatorin) und Jugendliche aus dem Dorf helfen in diesen Tagen gern bei der Animation und Betreuung.
Wir haben zwar nur 16 Betten um sie zu beherbergen, aber für sie ist das kein Problem. Wie zu Hause auf der Matte auch, schlafen sie zu mehreren.
Was das Wichtigste ist: während dieser zehn Tage erhalten sie gute Nahrung. Wir sind sicher, dass sie ihre Medikamente nehmen und die Hygiene beachten … Jedes Kind ist mit einem Kilo mehr wieder abgefahren!"
Im Februar erreichte uns die traurige Nachricht, dass Souleymane Ibourahim, der kleinste auf dem Foto, verstorben ist.
Dieses traurige Ereignis sei uns weiterhin Ansporn, mit unseren Spenden Krankheit und Unterernährung der Kinder entgegen zu treten!
2017
Die Ostertage habe ich in Kolowaré verbracht. Schwester Antonietta hat seit Januar 2016 aus gesundheitlichen Gründen die Leitung an Schwester Béatrice übergeben. Von Italien aus begleitet sie das Projekt weiter. Der verantwortliche Arzt, Herr Dr. Niman, berichtete, dass sich der gesundheitliche Zustand der Kinder dank unserer Unterstützung mit guten Nahrungsmitteln stabilisiert habe. In den letzten zwei Jahren ist keines der Kinder verstorben.
Zur Zeit sind 53 Kinder und Jugendliche im Alter von 1 bis 17 Jahren in Betreuung. Wir haben vereinbart, weitere 14 Kinder aus Sokodé in unser Projekt einzubeziehen.
Die Kinder waren turnusgemäß zur medizinischen Untersuchung mit ihren Pflegeeltern gekommen. Neben der medizinischen Versorgung und der Übergabe der Versorgungsbeutel ist das Spielen ganz wichtig. Freude ist die Nahrung für die Seele.
GESUNDHEITSPROJEKT TCHAMBA (2009-2011)
Das Gesundheitswesen in Togo ist im ganzen Land veraltet, ineffizient und genügt selbst minimalsten Ansprüchen kaum. Besonders betroffen ist die Bevölkerung, die entfernt von der Hauptstadt Lomé wohnt. Daher wollten wir die Gesundheitsbetreuung auf dem Land unterstützen.
Der Kontakt zu dem Krankenhaus in Tchamba wurde uns durch einem jungen Arzt vermittelt, der von 2005 bis 2008 an der medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena seine klinischen Semester absolvierte. Nach der Rückkehr in sein Heimatland hat der Eine-Welt-Haus Jena e. V. das Distrikthospital in Tchamba (Zentralprovinz Togo), in dem Dr. Agoro seit dem Jahr 2008 als Assistenzarzt arbeitet, durch Sachspenden (Ultraschallgerät, EKG, Medikamente und Fachliteratur) unterstützt.