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Ausland

05_Argentinien

SONRISAS PROJEKT - ARGENTINIEN

Die frühe Kindheit gestalten

Ein ganzheitliches Betreuungsmodell für Kinder und junge Eltern

In den Armenvierteln rund um die Stadt Buenos Aires werden jedes Jahr Hunderte von Jugendlichen zu Müttern oder Vätern. Viele von ihnen müssen die Schwangerschaft und die ersten Lebensmonate ihrer Kinder ohne verlässliche Informationen, ohne regelmäßige medizinische Betreuung und ohne ein unterstützendes Netzwerk bewältigen. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass die ersten drei Lebensjahre – die „ersten 1.000 Tage“ – die entscheidende Phase für die Gehirnentwicklung und das künftige Wohlbefinden eines Kindes sind. Aus diesem Grund wurde dieses Projekt ins Leben gerufen: damit keine junge Familie diese Phase alleine durchstehen muss. Für einen Jugendlichen, der Vater oder Mutter wird, gestaltet sich diese Situation noch schwieriger: Frühe Elternschaft geht häufig mit einem Schulabbruch, eingeschränkten beruflichen Perspektiven und einer Einsamkeit einher, die sich – wie viele junge Menschen berichten – nicht während der Schwangerschaft, sondern erst nach der Geburt verschärft, wenn die institutionelle und gemeinschaftliche Unterstützung nachlässt.

 

SECHS BEREICHE DES PROJEKTS

  • Monatliche medizinische und psychosoziale Betreuung

    Das Ziel der intensiven Betreuung besteht darin, mögliche Entwicklungsstörungen bei Kindern frühzeitig zu erkennen und jungen Eltern die notwendigen Ressourcen in den Bereichen Gesundheit und Bildung zur Verfügung zu stellen.

  • Workshops zur Stärkung der Rolle von Müttern und Vätern

    In fünf thematischen Workshops bereiten sich junge Eltern darauf vor, die Rolle der Kinderbetreuung zu übernehmen. Dabei werden Themen wie Erste Hilfe im frühen Kindesalter, sichere Ernährung, die Bedeutung der emotionalen Bindung, Frühförderung und die Vermeidung von Unfällen im Haushalt behandelt.

  • Förderung der beruflichen Entwicklung junger Eltern

    Berufsausbildung mit realen Berufschancen: ein Maniküre-Workshop und ein Kurs für professionelle Bäckerei, der gemeinsam mit dem Argentinischen Roten Kreuz durchgeführt wird. Abschluss der Sekundarstufe im Rahmen des Programms „FinEs“ in Zusammenarbeit mit dem argentinischen Bildungsministerium.

  • Frühförderung in der „Juegoteca“

    Am Hauptsitz von SonRisas gibt es eine Kindertagesstätte für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren, die mit Spielmaterialien und Materialien zur Frühförderung ausgestattet ist. Dort organisieren Fachkräfte für frühkindliche Entwicklung von Montag bis Freitag sensorische, motorische, kognitive und emotionale Aktivitäten in einer sicheren und liebevollen Umgebung.

  • Ausbildung von Gemeindevertretern

    Das Projekt umfasst die Ausbildung von Promotoren, die in den Bereichen Gesundheit, kindliche Entwicklung, soziale Rechte und emotionale Unterstützung geschult werden. Nach Abschluss der sechs Ausbildungsmodule erhalten die Gemeindevertreter ein Zertifikat und sind in der Lage, andere Familien im Stadtteil zu begleiten – auch nach Beendigung des Projekts.

  • Ein Informationshandbuch für Familien

    Erstellung eines barrierefreien und leicht lesbaren Handbuchs mit wichtigen Informationen zu Erziehung, Gesundheit, Rechten und Frühförderung in den ersten Lebensjahren sowie eines Leitfadens zu lokalen Ressourcen, die in der Gemeinde zur Verfügung stehen.

Im Rahmen dieses Projekts entstand der Podcast „Spoiler… das war nicht der Plan“, in dem die Jugendlichen selbst aus erster Hand von ihren Erfahrungen als Mütter und Väter im Teenageralter berichten, von ihren Gefühlen, davon, wie ihre Familien reagierten, wie die Schule sie begleitete (oder auch nicht) und von allem, was sie auf diesem Weg gelernt haben.

In gewisser Weise ist dies die andere Seite dieses Projekts: Dieser Podcast gibt den jungen Müttern und Vätern eine Stimme, damit sie in ihren eigenen Worten schildern können, was es bedeutet, diese Lebensphase zu durchlaufen. Jetzt spenden und Gutes tun, mit dem Zweck „Sonrisas“! 

09_Nicaragua

Seit dem Jahr 1998 pflegt Jena eine Städtepartnerschaft mit San Marcos in Nicaragua. Unser dortiger Partner ist der Verein APRODIM.

Kein Text beschreibt das Land Nicaragua besser als dieses Lied.

Aufgrund des ökonomischen und sozialen Gefälles zwischen beiden Kommunen stehen vor allem Projekte der Entwicklungszusammenarbeit im Zentrum dieser Beziehung. Diese Aktivitäten haben das Ziel, auf grundlegende Bedürfnisse der verletzlichsten und bedürftigsten Teile der Bevölkerung zu reagieren sowie zum Umwelt-schutz und zur Wirtschaftsförderung beizutragen.
Über diese Projekte wollen wir das Kennenlernen und den Austausch zwischen Bürgern beider Städte möglich machen.

Dabei orientieren wir uns an den "Zielen für nachhaltige Entwicklung".

Unsere Projekte lassen sich diesen Feldern zuordnen: